Gemeinsam die Zukunft gestalten

Foto: B.Neumann

Grenzüberschreitendes Jugendprojekt für die Oberpfalz und Westböhmen
Jetzt geht´s los! Anfang Dezember ging das Jugendprojekt für Versöhnung und Verständigung in Bayern und Tschechien an den Start. Bei einer Feier am 10. Dezember im Jugendgästehaus Altglashütte (Dekanat Weiden) stellten sich die beiden neuen Mitarbeiterinnen der Öffentlichkeit vor. Tanja Fichtner aus dem Dekanat Weiden und ihre Kollegin Libuše Kučerová von der evangelischen Gemeinde der Böhmischen Brüder in Aš (3. und 4. von links) werden nun gemeinsam eine Grenzüberschreitende Jugendarbeit aufbauen. Initiator ist das Evang.-Luth. Dekanat Weiden mit dem Evangelischen Jugendwerk. Partner in Tschechien ist die Gemeinde der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in Aš. Das Projekt wird finanziert von der Evang.-Luth. Kirche in Bayern und aus Mitteln des EU-Programms ZIEL ETZ 2014-2020 für grenzüberschreitende Jugendarbeit. 

Tanja Fichtner und Libuše Kučerová wollen in den nächsten drei Jahren jungen Menschen Lust machen, das jeweilige Nachbarland kennenzulernen. Tanja Fichtner: „Nur wenn man sich kennt und begegnet, spielen Vorurteile keine Rolle mehr.“
Beide wollen schon bei den ganz Kleinen anfangen: „Wir planen zum Beispiel deutsch-tschechische Kindergartentage. Aber auch ein Medienprojekt in Prag und Berlin und Aktionen gemeinsam mit der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg stehen auf dem Programm.“ Dabei geht der Blick über die Kirchenmauern hinaus. Alle Interessierten sollen angesprochen werden.
Bei ihren Aktionen wird im Mittelpunkt stehen, was junge Menschen aus der Geschichte für die Zukunft lernen können. „Wir wollen, dass sie religiöse und kulturelle Unterschiede als Bereicherung erleben und gemeinsam die Zukunft gestalten.“

Dekan Dr. Wenrich Slenczka aus Weiden und Pfarrer Jan Satke, Stellvertretender Senior des Seniorats Westböhmen der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder, segneten Tanja Fichtner und Libuše Kučerová für ihren Dienst. Pavel Klepáček, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Aš und Miroslav Picka, Bürgermeister der Stadt Hranice, wünschten den beiden ebenfalls viel Glück und gutes Gelingen für ihre Arbeit. Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss aus Regensburg erinnerte in seinem Grußwort an die Zeit, als die Grenze ein Eiserner Vorhang war und freute sich über die Möglichkeiten zur Begegnung, die es heute gibt.

(Foto: B.Neumann)