AKTIV gegen Missbrauch - Beratung - Prävention - Intervention - Aufarbeitung

Aktiv gegen Missbrauch!

Christlicher Glaube und sexualisierte Gewalt sind unvereinbar

Sexualisierte Gewalt – sexueller Missbrauch von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, sexuelle Belästigung und Grenzüberschreitungen kommen vor – leider auch in der Kirche. Mit dem christlichen Glauben ist das unvereinbar. Es widerspricht all dem, wofür wir als Kirche stehen. Nach christlichem Verständnis besitzt jeder Mensch die gleiche Würde, egal welches Geschlecht, welches Alter, welche Hautfarbe oder welche körperliche oder psychische Verfassung er hat. Menschen im Glauben und Leben zu stärken, Gemeinschaft und Vertrauen zu ermöglichen, das ist unser Ziel. Sexuelle Belästigung, Grenzverletzungen oder sexualisierte Gewalt sind dagegen entwürdigend. Sie sind Ausdruck von Selbstüberhöhung und Machtmissbrauch – sie verursachen Angst, Leid und Zerstörung.

Wir verurteilen sexualisierte Gewalt aufs Schärfste

Es beschämt uns, dass Menschen, die Gemeinschaft, Trost oder Orientierung bei uns gesucht haben, stattdessen ausgenutzt und erniedrigt wurden und sexualisierte Gewalt erfahren haben. Betroffene kämpfen mit den Folgen häufig ein Leben lang. Betroffene im kirchlichen Kontext haben durch ihre Erfahrung oft auch den Zugang zum Glauben als Kraftquelle verloren. Deshalb verurteilen wir sexualisierte Gewalt aufs Schärfste.

Kirche und Diakonie sollen sichere Orte sein

Wir können Vergangenes nicht ungeschehen oder einfach wiedergutmachen. Aber wir können und wollen aktiv Vergangenes aufarbeiten, Betroffene unterstützen und mit ihnen nach neuen gemeinsamen Wegen suchen. Kirche und Diakonie sollen sichere Orte sein. Schutz vor sexualisierter Gewalt geht uns alle an. Denn jeder Mensch hat ein Recht auf ein Leben in Würde und Achtung der körperlichen und geistlichen Selbstbestimmung. Dafür stehen wir als Kirche und dafür setzen wir uns aktiv ein.

Prävention und Schutzkonzept

Für uns ist es sehr wichtig, dass diese Haltung in unserem täglichen Handeln deutlich zum Ausdruck kommt. Aus diesem Grund haben wir in unserem Schutzkonzept klare Leitlinien und präventive Maßnahmen beschrieben. So gehört es für uns dazu, dass sich alle unsere Mitarbeitenden an einen Verhaltenskodex halten, sich zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt schulen und wissen, wie sie bei einem Verdacht von sexualisierter Gewalt handeln sollen.

 
 

Ansprechpersonen im Dekanat Cham/Sulzbach-Rosenberg/Weiden

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Ansprechpersonen stehen Betroffenen als Erstkontaktmöglichkeit vor Ort zur Verfügung. Sie werden vom Dekanatsausschuss berufen. Die Ansprechpersonen hören zu und kennen Angebote für weitere Unterstützung. Sie überlegen gemeinsam mit Ihnen/dir, welche weiteren Schritte sinnvoll sind. Selbstverständlich wird Ihr Anliegen streng vertraulich behandelt. 


Hans-Peter Pauckstadt-Künkler, ehrenamtliche Vertrauensperson (Region Nord)
Pfarrer im Ruhestand aus Weiden
Tel. 09971/7608639
hans-peter.pauckstadt-kuenkler(at)elkb.de

Birgit Drechsler, ehrenamtliche Vertrauensperson (Region Nord)
Finanzbuchhalterin und Personalsachbearbeiterin aus Eschenbach
Tel. 09672/9279313
birgit.drechsler(at)elkb.de

Sabine Lavontain, ehrenamtliche Vertrauensperson (Region Süd)
Tel.  09672/9279314
sabine.lavontain(at)elkb.de 

Daniel Götzfried, Vertrauensperson (Region Süd)
Pfarrer in St. Johannis/ Rosenberg und Poppenricht
Tel. 09971/7608638
daniel.goetzfried(at)elkb.de

 

Präventionsbeauftragte

Präventionsbeauftragte sind Themenwächterinnen und Themenwächter. Sie achten darauf, dass die Schutzkonzepte zur Prävention sexualisierter Gewalt gelebt und weiterentwickelt werden und nicht „in der Schublade verschwinden“. Sie sind Mitglied des Interventionsteams, achten auf die Gültigkeit des Interventionsleitfadens und machen die offiziellen Meldewege bekannt. Sie werben für Beratungs-, Informations- und Fortbildungsangebote und initiieren sie gegebenenfalls selbst.

Dipl.Religionspädagogin (FH) Gabi Mehlan (Region Nord/Weiden)
Mobil 0171/ 18 24 277 und Tel. 0961/ 470 49 18
Büro: Leibniz-Str.19 | 92637 Weiden
gabi.mehlan(at)elkb.de

Sozialpädagogin B.A. Swetlana Nett (Region Süd)
Diakonie Cham-Regen | Fachberatungsstelle für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder
Tel. 09971/ 9948017
Büro: Ludwigstraße 27 | 93413 Cham
swetlana.nett(at)elkb.de

 

Schutzkonzept für die Prävention sexualisierter Gewalt für das Dekanat Cham/Sulzbach-Rosenberg/Weiden

Das aktuelle Schutzkonzept des Dekanates (Stand 04/2026) kann hier heruntergeladen werden.

 

 

Schulungen zur Prävention von sexualisierter Gewalt

Die Fachstelle der ELKB bietet überregionale Schulungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an. 
Regionale Schulungen im Dekanat werden regelmäßig organisiert und durchgeführt.

 

Fachstellen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

 

Ansprechstelle für Betroffene

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Sind Sie selbst betroffen von sexualisierter Gewalt oder Grenzverletzungen im Bereich der Kirche oder Diakonie? Sie möchten darüber sprechen und suchen ein vertrauliches Gegenüber für eine erste Orientierung? Dann wenden Sie sich an die landeskirchlichen Ansprechstelle.

Wir verstehen uns als Erstkontakt- und Clearing-Stelle. Wir hören Ihnen zu, bieten bei Bedarf auch mehrere Gespräche an und überlegen gemeinsam mit Ihnen, welche Schritte Sie gehen können.  Die Gespräche in der Ansprechstelle sind vertraulich, die Mitarbeitenden sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Ohne Ihr ausdrückliches Einverständnis werden keine Informationen an Dritte weitergegeben. Von dieser Regel müssen wir dann eine Ausnahme machen, wenn Kinder und Jugendliche unmittelbar gefährdet sein können. 

Website der Ansprechstelle

 

Anlaufstelle.help - KuBuS Kontakt | Beratung | unabhängige Stelle

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Betroffene, die keinen direkten Kontakt zur Kirche aufnehmen wollen, können sich bei der Zentralen Anlaufstelle.help melden. Dort erhalten Sie kostenlos und anonym unabhängige Informationen und Erstberatung.
Sie bietet eine anonyme Erstberatung, professionelle Hilfe, unabhängige Unterstützung und Strukturkenntnis in evangelischer Kirche und Diakonie. 

Website der Anlaufstelle .help

 

 

 

Meldestelle

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Sie haben einen Verdacht hinsichtlich der Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung oder wollen einen Fall melden, so wenden Sie sich an die Meldestelle. Wir nehmen Ihre Wahrnehmungen ernst, hören erst einmal zu und unterstützen Sie bei der Einschätzung der Verdachtsmomente und den daraus resultierenden nächsten Schritten. Vor allem Leitungsverantwortlichen bietet die Meldestelle fachliche Unterstützung.

Erhärten sich Verdachtsmomente, d.h. erscheint es nach den vorliegenden Anhaltspunkten plausibel, dass sexualisierte Gewalt vorliegt, haben Mitarbeitende der Landeskirche und der Diakonie Bayern die Pflicht, dies den Meldestellen der ELKB und der Diakonie Bayern mitzuteilen.

Zuständig für Kirchengemeinden, Einrichtungen und Dienste der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sowie den Kita-Bereich ist die Meldestelle der Landeskirche

Zuständig für alle Einrichtungen und Dienste der Mitglieder der Diakonie Bayern (ausgenommen ist der KITA-Bereich) ist die Meldestelle der Diakonie in Bayern.

 

Anerkennungskommission

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Zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in ihrem Verantwortungsbereich gibt es in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern seit 2015 die „Anerkennungskommission zur Gewährung von Leistungen in Anerkennung erlittenen Unrechts an Betroffene sexualisierter Gewalt“.

Betroffene haben die Möglichkeit, eine finanzielle Leistung zu beantragen. Bei dieser sog. Anerkennungsleistung handelt sich um eine individuell bemessene Geldleistung, die dazu beitragen soll, das Unrecht, das Betroffene von sexualisierter Gewalt im Verantwortungsbereich von Kirche und Diakonie angetan wurde, wahrzunehmen, anzuerkennen und zu mildern. Die Anerkennungskommission entscheidet frei und weisungsunabhängig über die Anträge.

Website der Anerkennungskommission